Im Ochsenkopf gärt es

Veröffentlicht am 25.02.2011 in Ortsverein

Im Ochsenkopf gärt es - ein Baumarkt im Wieblinger Weg macht den Anwohnern Sorgen...

Im Ochsenkopf gärt es

Rund 40 Bürger aus dem Ochsenkopf drängten sich bei der letzten Bezirksbeiratssitzung in Wieblingen, in der das geplante Bauvorhaben zum Hornbach-Baumarkt am Wieblinger Weg vorgestellt wurde. Der Unmut war groß und auch nachvollziehbar: nachdem durch den Bau von 2 Schulen und die stark angestiegenen Arbeitnehmerzahlen im Heinsteinwerk, in dem jetzt die Schwesternschule und andere Büros ihr Domizil haben, der Verkehr durch die frühere Eisenbahnersiedlung trotz aller Regelungsversuche massiv zugenommen hat, scheint das Maß voll. Die Bewohner befürchten noch mehr Schleichverkehr durch den durch parkende PKWs de facto einspurigen Wieblinger Weg. Bei lt. Gutachten zu erwartenden 3200 zusätzlichen Fahrten muss ein weiterer Schleichverkehr unbedingt unterbunden werden, das fordert auch das Verkehrsgutachten. Nur wie? Die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen dürften nach Befürchtung der Anwohner und auch meiner Meinung nach nicht reichen. Schon 2001 hatte der Gemeinderat einen weiteren OEG-Übergang an der Ludwig-Guttmann-Straße beschlossen, der dann auch endlich eine ordentliche Anbindung des SRH-Parkhauses und des Sportzentrums West an die B 37 und nach Wieblingen schaffen würde. Dann könnte der OEG-Übergang Wieblinger Weg gesperrt werden und die Siedlung wäre entlastet. Hierzu wurde auch eine Planung erstellt, die jedoch wieder in der Schublade verschwand. Man fragt sich, weshalb. Es geht nicht darum, einen Baumarkt zu verhindern, der an dieser Stelle im Gewerbegebiet durchaus gut platziert ist, sondern um die Lebensqualität der davon betroffenen Bürger. Die „Ochsenköpfler“ haben in den letzten Jahren viele Belastungen wegstecken müssen. Wir von der SPD können verstehen, dass sie nun genug haben. Nach wie vor halten wir die Lösung mit einem verschobenen OEG-Übergang langfristig für die sinnvollste , und eigentlich gehört auch ein Kreisverkehr auf der B 37 im Rittel dazu, der auch eines Tages den Verkehr aus der Bahnstadt aufnehmen könnte.
Dr. Monika Meißner